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Ziel des Zentrums für Islamische Theologie ist es, der wachsenden Pluralität religiöser Bekenntnisse in Deutschland Rechnung zu tragen und zur Ausbildung des dringend benötigten wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der bekenntnisorientierten Beschäftigung mit dem Islam beizutragen, sowie die Islamische Theologie in Deutschland zu etablieren, wie es der Wissenschaftsrat in seinen „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an deutschen Hochschulen“ vom Januar 2010 rät.
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
Tel: +49 (0)251/8326107
Zentrum für Islamische Theologie Münster
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Hammer Str. 95
48153 Münster
Tel: +49 (0)251/8326110
Fax: +49(0)251/8326111
Mail: zitm(at)uni-muenster.de
Der 2017 am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster eingerichtete Arbeitsbereich „ReCOIN“ beforscht digitale Gegenangebote zu islamistisch-extremistischen Ansprachen an Jugendliche und schafft durch eine interdisziplinäre sowie anwendungsorientierte Arbeitsweise Schnittstellen von Wissenschaft und Praxis.
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Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Das Münsteraner Institut für Geographie analysiert in Forschung und Lehre die Struktur und Dynamik des Wechselverhältnisses von Gesellschaft, Politik, Ökonomie und Raum an aktuellen global-lokalen Problemen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Im Zentrum stehen dabei die vielfältigen Raumkonstruktionen, raumbezogenen Leitbilder, Ziele und Praktiken gesellschaftlicher Gruppen und Akteure. Dabei treten die Ursachen und Auswirkungen gesellschaftlicher Ungleichheiten, deren planerische Implikationen und die dabei auftretenden raumbezogenen Konflikte von der lokalen bis zur globalen Ebene in den Mittelpunkt des Interesses.
Prof. Dr. Paul Reuber
Tel: +49 (0)251/8330035
Mail: p.reuber(at)uni-muenster.de
Institut für Geographie
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Heisenbergstr. 2
48149 Münster
Tel: +49 (0)251/8333992
Fax: +49 (0)251/8330076
Mail: geosek(at)uni-muenster.de
Kulturelle, insbesondere religiöse, Differenzen nehmen als geopolitische Leitbilder seit Ende des Kalten Krieges eine gewichtigere Rolle in der Deutung der internationalen Ordnung ein. Die Perspektive eines ‚Kampfes der Kulturen’ wird dabei gerade durch den internationalen Terrorismus provoziert, mit dessen Bedrohungsszenarien sich auch die westlichen Gesellschaften auseinandersetzen müssen. rof. Reuber untersucht daher die geopolitischen Identitätskonstruktionen am Fallbeispiel von Staatsschutzverfahren an deutschen Oberlandesgerichten im Bereich des islamistischen Terrorismus. In diesen stark strukturierten und formalisierten Verfahren müssen Gerichte, trotz ihrer gesetzlichen Verpflichtung auf die Wahrheit, immer auch eine Interpretation der gesellschaftlichen Konflikte, des Eigenen und des Fremden, vornehmen.
Leitung: Prof. Paul Reuber
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Teil der FernUniversität Hagen
Innerhalb der Forschung konzentriert sich das Lehrgebiet hauptsächlich auf die Beziehungen zwischen den Gruppen (insbesondere auf den Kontakt zwischen den Gruppen), Vorurteile (ethnische Vorurteile, Sexismus), (ethnische und kulturelle) Vielfalt und Migration. In der Forschung wird ein theoretischer und methodologischer Mehrebenen-Ansatz angewendet, bei dem gleichzeitig Faktoren auf der Individual- und der Kontextebene untersucht werden. Das Lehrgebiet ist Teil des Forschungszentrums für die psychologische Untersuchung des Wandels von Individuen und Gemeinschaften (PSINCC).
Prof. Dr. Oliver Christ
Tel: +49 (0)2331/9872775
Mail: oliver.christ
Fakultät für Psychologie
LG Psychologische Methodenlehre und Evaluation
FernUniversität in Hagen
Universitätsstr. 33
Gebäude 1, Raum D2.021
58084 Hagen
Tel:+49 (0)2331/9874695
Wie können Konflikte zwischen Gruppen reduziert oder verhindert werden? Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass der Kontakt zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen Vorurteile abbauen, und somit dazu beitragen kann Konflikte zu reduzieren. Positive Kontakte sind aber kein Allheilmittel. So zeigt sich, dass es auf Seiten von Minderheiten auch zu unerwünschten Effekten solcher Intergruppenkontakte kommen kann. Eine Reihe von Untersuchungen findet sogenannte demobilisierende Effekte von Kontakt: Der Kontakt mit Mitgliedern der Majorität reduziert die Wahrnehmung von Ungerechtigkeit, und in der Folge auch die Bereitschaft sich für die Belange der eigenen Gruppe einzusetzen. Zudem gibt es eine Reihe von Konflikten, die fortdauern oder gar neu auftreten, obwohl der Kontakt zwischen Gruppen unter optimalen Bedingungen stattfindet. In dieser Pilotstudie werden wir diese unterschiedlichen Wirkungsmuster von positivem und negativem Kontakt in einem Kontext untersuchen, der sich durch eine sehr lange Geschichte von Gewalt und negativem Kontakt auszeichnet, dem Israelisch-Palästinensischen Konflikt. Dieser Konflikt ist für die Kontaktforschung besonders interessant, da der Konflikt trotz einer Vielzahl von sogenannten Kontakt-Programmen im letzten Jahrzehnt weiter fortbesteht. An den Kontaktprogrammen, die als sehr erfolgreich eingeschätzt werden, haben immerhin etwa jeder sechste Israeli und eine große Zahl von Palästinenser teilgenommen. Offensichtlich blieb der gewünschte Effekt dieser Kontaktprogramme auf das alltägliche stattfindenden Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern aus.
Leitung: Oliver Christ
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Institut der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg Essen
Die Forschungsarbeiten des INEF bewegen sich an der Schnittstelle der drei Felder Friedens- und Konfliktforschung, Entwicklungsforschung sowie Global Governance-Forschung. Der verbindende empirische Fokus liegt dabei auf Strukturen von Gewalt, Armut und Rechtlosigkeit, die insbesondere fragmentierte Gesellschaften im Globalen Süden betreffen. Ein Akzent wird auf die Probleme internationaler Steuerungsversuche des globalen Nordwestens zur Kontrolle oder auch Beeinflussung dieser Strukturen gesetzt.
Prof. Dr. Tobias Debiel
Institut für Entwicklung und Frieden (INEF)
Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
Lotharstraße 53
47057 Duisburg
Tel: +49 (0)203/3794420
Fax: +49 (0)203/3794425
Mail: inef-sek(at)inef.uni-due.de
GLOBALE TRENDS. ANALYSEN ist ein dauerhaftes Publikationsprojekt der Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) und des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF). Es soll Handlungsoptionen für die internationale Politik in einer immer komplexer werdenden Welt aufzeigen und Perspektiven aus unterschiedlichen Weltregionen präsentieren. Die Reihe ordnet aktuelle Ereignisse und Herausforderungen vor dem Hintergrund längerfristiger Trends ein, bereitet Fakten anschaulich auf und diskutiert Lösungsansätze. Unser Ziel ist es, komplexe Sachverhalte – auch mit Hilfe von Grafiken – anschaulich darzustellen. Damit knüpfen wir an die Tradition der Buchreihe GLOBALE TRENDS an, die von 1991 bis 2015 erschienen ist.
Leitung: Dr. Cornelia Ulbert
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Gemeinsam mit drei anderen Friedensforschungsinstituten (BICC/HSFK/IFSH) gibt das INEF jährlich das Friedengutachten heraus, das seit 1987 erscheint. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten untersuchen darin internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und geben klare Empfehlungen für die Politik. Über die Vorstellung auf der Bundespressekonferenz in Berlin, Diskussionen in Ministerien, Kanzleramt, Bundestagsausschüssen und Fraktionen der Parteien sowie zahlreiche Medienauftritte findet das Friedensgutachten breite Beachtung im politischen und öffentlichen Raum.
Leitung: Prof. Dr. Tobias Debiel
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Die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) ist ein Zusammenschluss von staatlichen Organisationen, kirchlichen Hilfswerken, zivilgesellschaftlichen Netzwerken und politischen Stiftungen. Ziel von FriEnt ist es, Kompetenzen zu bündeln, Vernetzung und Kooperation zu fördern sowie zu einer konfliktsensiblen Entwicklungszusammenarbeit beizutragen, indem unter aderem auf die vielfältigen Ansätze und Potentiale entwicklungspolitischer Friedensarbeit in Politik und Öffentlichkeit aufmerksam gemacht wird.
Leitung: Dr. Cornelia Ulbert
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Ziel des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Vorhabens ist es, Empfehlungen für die deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu entwickeln, wie die Menschen, welche am stärksten unter Armut und Ernährungsunsicherheit leiden, besser erreicht werden können. Einerseits werden theoretisch der Ursachenkomplex und die Zusammenhänge zwischen extremer Armut, Vulnerabilität und Ernährungsunsicherheit beleuchtet. Eine besondere Rolle spielen dabei Faktoren, die den (Miss)Erfolg von Entwicklungsprojekten bestimmen. Dazu wird eine Vielzahl von Gesprächen mit VertreterInnen der deutschen sowie internationalen EZ geführt. Andererseits steht bei der Feldforschung die Identifizierung von erfolgreich praktizierten Ansätzen („good practices“) zur Reduzierung von extremer Armut und Hunger im Vordergrund. Bei der Analyse werden die drei Aspekte Gender, Partizipation und sozio-kulturelle Kontextualisierung fortwährend berücksichtigt und durch weitere Schwerpunkte als Grundlage für die Auswahl der Projekte ergänzt.
Leitung: Prof. Dr. Tobias Debiel
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Ziel des Forschungsvorhabens ist es, mittels einer Pilotstudie zu den Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards in der asiatischen Textil- und Bekleidungsindustrie (am Beispiel von Bangladesch und Kambodscha) eine empirische Bestandsaufnahme dieser Governance-Arrangements vorzunehmen und das Zusammenspiel staatlicher und privater Normsetzung sowie die „Meta-Governance“ der hierauf bezogenen transnationalen Regulierung unter einem gemeinsamen Analyserahmen zu untersuchen. Diese Pilotstudie liefert zudem einen ersten Beitrag zu einem interdisziplinären ForscherInnen-Netzwerk zum Thema “Praktiken polyzentrischer Governance und die Transformation von Macht”, an dem neben dem INEF (Dr. Cornelia Ulbert, Dr. Christian Scheper) auch WissenschaftlerInnen der Europa-Universität Viadrina (Prof. Eva Kocher), der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Markus Kaltenborn, Johannes Norpoth, Prof. Sabrina Zajak) und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Prof. Doris Fuchs, Anne Hennings) beteiligt sind.
Leitung: Dr. Cornelia Ulbert
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Das Institut ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Duisburg Essen, des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE), des Institute for Development and Peace (INEF) und des Institute for Advanced Study in the Humanities (KWI).
Das Zentrum dient als interdisziplinäres Forschungszentrum, das sich um die Beantwortung der Frage nach den Chancen für eine globale Zusammenarbeit bemüht.
Prof. Dr Sigrid Quack
Tel: +49 (0)203/3795255
Mail: quack(at)gcr21.uni-due.de
Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research
Universität Duisburg-Essen
47057 Duisburg
Tel: +49 (0)203/3795230
Fax: +49 (0)203/3795276
Mail: info(at)gcr21.uni-due.de
Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, die wachsende Attraktivität populistischer Bewegungen in den meisten westlichen liberalen Demokratien zu analysieren und die Rolle zu rekonstruieren, die die Ablehnung der Globalisierung in diesem Prozess gespielt hat. Genauer gesagt, geht es um das Aufkommen von Gegenreaktionen, die die Bürger anziehen, indem sie verschiedene, teilweise widersprüchliche Emotionen wecken, Empörung über politische Eliten feiern oder Geschichten über eine harmonische Vergangenheit geschlossener nationaler Gemeinschaften erzählen. Das Projekt analysiert, auf welche Weise Bilder, Metaphern und Erzählungen von populistischen Aktivisten und Politikern zu diesem Zweck verwendet werden. Ein weiteres Ziel wäre es zu zeigen, ob ähnliche Überzeugungsweisen von den Verteidigern der liberalen Demokratie und der transnationalen Zusammenarbeit genutzt werden können (und sollten?) Ein allgemeines Interesse an neuen Formen der politischen Repräsentation und Meinungsäußerung (z.B. Kommunikationspraktiken), die die demokratischen Grundwerte untergraben könnten, steht ebenfalls im Mittelpunkt dieses Projekts.
Leitung: Dr. Katja Freistein
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Das Projekt untersucht die Frage der Rückkehr von Flüchtlingen in ihr Herkunftsland aus der Perspektive einer polyzentrischen Governance. Ausgehend vom Fall der Rückkehr syrischer Flüchtlinge aus der Türkei nach Syrien untersucht das Projekt Politik, Verfahren, Erzählungen und Praktiken mehrerer Akteure, wie z.B. öffentlicher, privater und zivilgesellschaftlicher Akteure, die in Rückkehrprozesse eingebunden sind. Insbesondere die Interaktionen zwischen Herkunftsländern, Aufnahmeländern sowie mit der EU und transnationalen Migrationsagenturen, dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge und der Internationalen Organisation für Migration sind entscheidend, um die Formen der globalen Zusammenarbeit, Koordination, Anfechtung und Mitverantwortung in diesem Politikbereich zu verstehen. Darüber hinaus nähert sich das Projekt den Flüchtlingen als aktiven Akteuren in Rückkehrprozessen, untersucht also die Dynamik, die ihre Rückkehraspirationen prägt, und handelt auf der Grundlage der ursprünglichen qualitativen und quantitativen Daten.
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In der Politikwissenschaft und Soziologie hat eine fruchtbare Debatte über die “Politik der Legitimation” begonnen, wie man die Produktion von Legitimität im öffentlichen Zusammenspiel von Rechtfertigung und Kritik untersuchen kann. Obwohl Legitimationsstrategien politischer Akteure in solchen Debatten heute noch berücksichtigt werden, ist die legitimationsbildende Wirkung von narrativen Praktiken noch nicht erforscht. Das Projekt schlägt einen konzeptionellen Rahmen vor, der Erkenntnisse aus der pragmatischen Soziologie (Luc Boltanski) und der Narratologie (Albrecht Koschorke) kombiniert. Erstens wird das Konzept der “Tests” verwendet, um verschiedene Arten von Legitimationskämpfen nach ihren Bezugspunkten (Wahrheit, Realität, Existenzialität) zu kategorisieren. Zweitens stellt die Identifizierung von drei elementaren Praktiken (Metaphorisierung, Rollenkonstruktion und Beschäftigung) ein methodisches Instrument dar, um die Vielfalt der narrativen Legitimation zu untersuchen. Der Rahmen wird derzeit angenommen, um verschiedene narrative Praktiken in der politischen Kontroverse um den Informanten Edward Snowden zu untersuchen. Das Hauptziel des Projekts besteht jedoch darin, einen breiteren Rahmen zu entwickeln, der auch auf andere Politikbereiche übertragen werden kann.
Leitung: Dr. Frank Gadinger
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Die Verbreitung des Internets und der damit verbundenen digitalen Technologien in allen Bereichen des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lebens hat die Kontrolle über das Wissen zu einem wichtigen Treiber der wirtschaftlichen und politischen Macht in der globalen politischen Ökonomie gemacht. Unternehmen wie Google, die noch nicht einmal vor etwa 20 Jahren existierten, beginnen eine entscheidende Rolle in der globalen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu spielen. Meine Forschung am Zentrum, die ich zusammen mit Dr. Natasha Tusikov durchführe, untersucht die Art, Grenzen und Möglichkeiten der globalen Governance dessen, was Susan Strange die “Wissensstruktur” nannte – jenen Teil der politischen Ökonomie, der die Kontrolle über die Legitimation, Schaffung, Verbreitung und Nutzung von Wissen beinhaltet. Konkret geht es um die Regulierung von Daten, geistigem Eigentum und Internet.
Leitung: Dr. Blayne Haggart
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Die Steuerung der Transitmigration ist für Europa ein Gebot der Stunde. Im Jahr 2015 haben in der Europäischen Union (EU) 1,3 Millionen Flüchtlinge einen Rekordantrag auf Asyl gestellt. Ihre Zahl sank 2017 auf 650.000 (Eurostat 2018) und die Rückkehrmigration nahm zu, aber die Transitmigration beeinflusst weiterhin das Leben von Millionen von Menschen, die in Mobilität und Immobilität gefangen sind. Das Projekt entwickelt eine neuartige Theorie, um diese Fragen durch einen relationalen Ansatz für polyzentrische Governance zu untersuchen. Das Projekt entwirrt Konfigurationen von Beziehungen zwischen verschiedenen Akteuren, die an der Steuerung der Transitmigration beteiligt sind, und veranschaulicht diese durch regionale Vergleiche aus Südeuropa, Osteuropa, dem Balkan, dem Nahen Osten und Nordafrika.
Leitung: Dr. Maria Koinova
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Dieses Projekt zielt darauf ab, ein dynamisches Verständnis der globalen Zusammenarbeit bei der Steuerung des Klimaschutzes zu entwickeln. Zunächst wird analysiert, wie kooperative Umsetzungsmechanismen, die durch das Kyoto-Protokoll geschaffen wurden, die Entwicklung einer düsteren globalen Zusammenarbeit bei der Steuerung des Klimaschutzes erklären. Anschließend überprüft sie die Wirksamkeit der in Artikel 6 des Pariser Abkommens vorgesehenen kooperativen Ansätze. Erfolgreiche Beispiele und gescheiterte Versuche der globalen Zusammenarbeit sowie deren Auswirkungen auf die weitere Zusammenarbeit werden untersucht, um die Nachhaltigkeit, Reversibilität, Linearität oder Veränderlichkeit von Global-Governance-Vereinbarungen im Bereich des Klimaschutzes aufzuzeigen.
Leitung: Ying Shen
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Dieses Projekt zielt darauf ab, einen Beitrag zu den jüngsten Debatten über den visuellen Wandel in der Weltpolitik zu leisten. Ein erstes spezifisches Forschungsprojekt analysiert die Rolle von Konzeptkünstlern und Fotografen bei der Bewältigung des unsichtbaren globalen Krieges gegen den Terror als verborgene Form des globalen Überwachungsregimes. Es wird argumentiert, dass das kritische und kreative Schaffen von Künstlern die Möglichkeit bietet, sich die eigene Stimme zurückzuholen und emanzipatorische Kraft offenbart. Dies zeigt eine auto-ethnographische und interpretative Analyse der Kunstausstellung “Terror Incognitus” (Mannheim 2017) des Konzeptkünstlers Edmund Clark. Bilder von verlassenen Orten des Kriegs gegen den Terror aktivieren die Phantasie der Zuschauer und mobilisieren das unbehagliche Gefühl, ein stummer Zeuge in einer unmenschlichen politischen Operation zu sein. Darüber hinaus unterstreicht das Konzeptkunstprojekt “Negative Publicity” als wesentlicher Bestandteil der Ausstellung, in dem Clark mit dem Journalisten Crofton Black zusammenarbeitet, ein zusätzliches Element seiner visuellen Strategie der Kritik im Sinne der Akteur-Netzwerk-Theorie. Indem sie Fotos, Dokumente und andere Artefakte in einem rätselhaften Netzwerk zusammenstellen, zeigen sie, dass diese Aktivitäten wie “außergewöhnliche Wiedergaben” nicht verborgen sind, sondern im Blickfeld operieren. Die Undurchsichtigkeit von Bildern in unauffälligen Straßen, Fassaden, Landschaften, Einrichtungsgegenständen und Kostenberichten offenbart die banale Komplizenschaft des heutigen globalen Krieges gegen den Terror um uns herum.
Leitung: Dr. Frank Gadinger
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Als die Idee einer Praxiswende in der Disziplin der Internationalen Beziehungen an Bedeutung gewann, wurde sie relativ schnell eingegrenzt und mit einer bestimmten Lesart der Praxistheorie von Emanuel Adler und Vincent Pouliot gleichgesetzt. Das gemeinsame Projekt International Practice Theory bietet durch eine Vielzahl von Publikationen seit mehr als einem Jahrzehnt ein dringend benötigtes Korrekturmittel, das zeigt, wie die Disziplin von einem breiteren Verständnis der Praxistheorie profitieren kann. Das Projekt schlägt vor, dass die Praxistheorie eine vielfältige intellektuelle und transdisziplinäre Handelszone ist, die durch eine Reihe von Verpflichtungen und die Kombination verschiedener sozial-theoretischer Traditionen miteinander verbunden ist. Der methodische Fokus auf internationale Praktiken impliziert, Prozesse der Weltpolitik aus der Sicht der Alltagspraxis durch Gruppen politischer Akteure wie Verhandlung, Benchmarking, Nutzung von Expertise und Organisation von Protest zu untersuchen. Das Projekt zielt darauf ab, zentrale konzeptionelle Herausforderungen anzugehen, die die Debatte über internationale Praktiken vorantreiben werden, wie z.B. die Fragen nach Wandel, Normativität, Materialität, Macht und Kritik. Darüber hinaus impliziert das Programm der Internationalen Praxistheorie, die methodischen Folgen des Denkens mit Praktiken explizit zu diskutieren, und schlägt vor, dass wir die Beziehungen zwischen Theorie und Empirie neu ausbalancieren und mit neuen Techniken (z.B. Praxiographie) experimentieren müssen, wie man Praktiken studiert und theoretisiert. Die konzeptionelle Arbeit und die empirischen Erkenntnisse in verschiedenen Bereichen der Weltpolitik (z.B. Diplomatie, Kriegsführung, internationale Organisationen, Global Governance) können auch für praxisorientierte Wissenschaftler anderer Fachrichtungen relevant sein und bieten Möglichkeiten zum interdiskplinären Austausch.
Leitung: Dr. Frank Gadinger
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Dieses Projekt zeigt, wie Pierre Bourdieus Soziologie Herausforderungen in der Erforschung polyzentrischer Regierungsmethoden angehen kann, wie z.B. die Verwischung geographischer Skalen, die zweideutige Beziehung zwischen privatem und öffentlichem Sektor und die fließenden Konstruktionen von Autorität. Der praxisorientierte Ansatz von Bourdieu ist analytisch vielversprechend in methodischer und konzeptioneller Hinsicht. Indem er die Praxis als Haupteintrittspunkt der Methodik betrachtet, ermöglicht sein Bericht den Forschern, die alltäglichen Aktivitäten des Regierens – wie Verhandlungen, die Beauftragung einer Expertengruppe und die Definition von Benchmarks – als Schlüssel zum Verständnis von sozialer Ordnung und Wandel zu nutzen. Was die Konzepte betrifft, so bietet Bourdieus Wortschatz, insbesondere sein Begriff des Feldes, nützliche Werkzeuge, um das Regieren aus einer relationalen Perspektive zu studieren, die Erklärungen überwindet, die in einer Dichotomie zwischen Agenten und Strukturen stecken. Nach Bourdieu konzentriert sich eine Beschreibung neu entstehender skalarer und sektorübergreifender Bereiche – z.B. Sicherheit, Menschenrechte und Finanzen – auf Wissensstrukturen, Machtverhältnisse und Praktiken von Ein- und Ausgrenzung, immer in ihren jeweiligen Trajektorien und Geschichten. Bourdieus Bericht befasst sich umfassend mit den Machtverhältnissen und ermöglicht das Studium verschiedener Facetten der Macht, die gleichzeitig am Werk sind. Eine solche Sichtweise auf Machtkämpfe verdeutlicht verschiedene Phänomene wie dauerhafte hierarchische Strukturen, Praktiken der Schichtung und die Bedeutung neuer politischer Akteure, die in einem anderen Bereich erfolgreich das Spiel spielen. Diese starke Betonung der Macht hat jedoch den Preis für eher begrenzte Vorstellungen von Techniken und Legitimität im Vergleich zu anderen pragmatischen Darstellungen in der Praxistheorie. Das Kapitel veranschaulicht diese Punkte empirisch mit Hinweisen auf die wachsende Bedeutung privater Militärunternehmen im globalen Sicherheitsbereich.
Leitung: Dr. Frank Gadinger
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Die Motivation für dieses Buchprojekt wird durch eine Frage hervorgerufen, die sowohl in ihrer Formulierung kompakt als auch in ihren Auswirkungen weitreichend ist: Wie werden wir heute regiert? Verbinden Sie sich mit dem Internet und kommunizieren Sie mit mehr als der Hälfte der Menschheit auf der ganzen Welt: Welche Regeln machen das möglich; wer beobachtet und zu welchem Zweck? Migrationsströme: Was reguliert, wenn überhaupt, das Chaos? Klimawandel: Wie wird er (miss-)gemanagt, von wem und warum? Friedensförderung: Wie kann man den Prozess vorantreiben, wenn scheinbar alle beteiligt sind und niemand das Sagen hat? Die gleichen Fragen können auf das kulturelle Erbe, Bildungsstandards, Finanzstabilität, Gesundheitsversorgung, Arbeitsbedingungen, Forschungsevaluierung, sexuelle Sitten, Handelspolitik – ja, so ziemlich alles in der heutigen Gesellschaft – angewendet werden. Diese Fragen haben zu viel kreativem Denken über Disziplinen und Perspektiven hinweg geführt. Allerdings sind die verschiedenen Ansätze selten in ein wechselseitiges Gespräch miteinander geraten. Dieses Buch zielt darauf ab, einen solchen Dialog um den Kerngedanken des polyzentrischen Regierens sowie um spezifischere Themen wie Techniken, Macht und Legitimität zu schaffen. Das Kapitel unterscheidet vier große Ströme der Theorie des polyzentrischen Regierens: institutionell, sozial-legal, strukturell und relational.
Leitung: Dr. Frank Gadinger
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Das Projekt untersucht, wie die Verbreitung globaler Sicherheitspraktiken zur Bewältigung grenzüberschreitender Bedrohungen in Afrika in der Praxis erfolgt, die Mechanismen dieser Verbreitung und wie diese neuen und oft experimentellen Wege zur Bewältigung grenzüberschreitender Bedrohungen Politik und staatliche Institutionen in afrikanischen Umgebungen neu konfigurieren. Das Projekt untersucht drei Fallstudien: Interventionen zur Eindämmung der Ebola-Epidemie im Mano-Flusseinzugsgebiet (Grenze Liberia – Côte d’Ivoire); Interventionen im Grenzland von Mali-Niger-Burkina Faso zur Verringerung der Radikalisierung und Beteiligung junger Menschen an bewaffneten islamistischen Gruppen; und Interventionen zur Bekämpfung des Drogenhandels an der mosambikanischen Meeresküste und an der Grenze zur Republik Südafrika.
Leitung: Adam Sandor
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Es ist inzwischen allgemein anerkannt, dass Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine Schlüsselrolle in der globalen Zusammenarbeit spielen. Aber es ist bisher nur sehr wenig darüber bekannt, wie NGOs genau einen Unterschied in transnationalen Governance-Arrangements machen, über welche Kanäle und mit welchen Konsequenzen NGOs die Regelsetzung und Umsetzung über Nationalstaatengrenzen hinweg gestalten. Basierend auf einer Literaturrecherche und einer neuartigen Kartierung von NGOs in einer Reihe von ausgewählten Governance-Bereichen wird das vorgeschlagene Projekt die Prozesse, Kanäle, sozialen Mechanismen und Folgen der NGO-Aktivität in der transnationalen Governance eingehend analysieren. Die Forschung ist um fünf Hauptaktivitäten von NGOs herum organisiert: Organisieren, vernetzen, mobilisieren, steuern, verwalten, beschäftigen. Aufbauend auf einer Systematisierung bestehender Forschung, die bisher über verschiedene akademische Disziplinen verstreut war, soll ein integrierter konzeptioneller Rahmen und Forschungsdesign aufgebaut werden, um zu verstehen, was NGOs tatsächlich tun, was sie so herausragend und wichtig für die globale Zusammenarbeit macht.
Leitung: Prof. Dr. Sigrid Quack
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Es ist inzwischen allgemein anerkannt, dass Nichtregierungsorganisationen (NGOs) eine Schlüsselrolle in der globalen Zusammenarbeit spielen. Aber es ist bisher nur sehr wenig darüber bekannt, wie NGOs genau einen Unterschied in transnationalen Governance-Arrangements machen, über welche Kanäle und mit welchen Konsequenzen NGOs die Regelsetzung und Umsetzung über Nationalstaatengrenzen hinweg gestalten. Basierend auf einer Literaturrecherche und einer neuartigen Kartierung von NGOs in einer Reihe von ausgewählten Governance-Bereichen wird das vorgeschlagene Projekt die Prozesse, Kanäle, sozialen Mechanismen und Folgen der NGO-Aktivität in der transnationalen Governance eingehend analysieren. Die Forschung ist um fünf Hauptaktivitäten von NGOs herum organisiert: Organisieren, vernetzen, mobilisieren, steuern, verwalten, beschäftigen. Aufbauend auf einer Systematisierung bestehender Forschung, die bisher über verschiedene akademische Disziplinen verstreut war, soll ein integrierter konzeptioneller Rahmen und Forschungsdesign aufgebaut werden, um zu verstehen, was NGOs tatsächlich tun, was sie so herausragend und wichtig für die globale Zusammenarbeit macht.
Leitung: Prof. Dr. Sigrid Quack
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In diesem Projekt wird untersucht, welche Rolle private Akteure innerhalb von Migrationsprojekten auf der ganzen Welt spielen. Da Migrations- und Migrationsservices zunehmend über nichtstaatliche Einheiten erbracht werden, berücksichtigt sie die Auswirkungen dieser “Kommerzialisierung” der Migration. Als analytische Werkzeuge stützt es sich sowohl auf die Ideen der Migrationsindustrie als auch auf kritische Sicherheitsstudien, die seit langem die Auswirkungen der Verlagerung staatlicher Kernfunktionen auf private Akteure berücksichtigen. So untersucht dieses Projekt anhand kritischer Sicherheitsstudien, welche Arten von Migrationsdiensten gekauft und verkauft werden und was diese über die Beziehungen zwischen privaten Akteuren und dem Staat signalisieren. Dabei sollen tiefergehende Fragen der Funktionsweise von Migration sowohl als “öffentliches Gut” als auch als Ware und die Auswirkungen von Staaten, die zunehmend auf die Steuerung der Migration durch den Markt angewiesen sind, untersucht werden.
Leitung: Joseph Anderson
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