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Durch die Überwachung der Ziele und der damit verbundenen Indikatoren des Sendai-Rahmenwerks befürwortet und fördert das Bonner UNDRR-Büro Synergien zwischen Katastrophenvorsorge, Klimawandel und letztlich nachhaltiger Entwicklung.
keine Angabe
UNDRR Büro Bonn
Platz der Vereinten Nationen 1
53113 Bonn
Tel: +49 (0)228/8152000
Mail: undrr-bonn(at)un.org
UNDRR Bonn ermöglicht es den Ländern, Fortschritte bei der Umsetzung von DRR-bezogenen Zielen und Indikatoren der SDGs zu identifizieren und gleichzeitig die Kohärenz zwischen DRR und den Anpassungsbemühungen an den Klimawandel zu fördern. Das Bonner Büro wird auf den laufenden Bemühungen auf nationaler und lokaler Ebene aufbauen, um die Kohärenz bei der Umsetzung globaler Rahmenwerke weiter zu fördern. Durch die Schaffung von Synergien bei der Umsetzung des Sendai-Rahmenziels e und der Nationalen Anpassungspläne (NAPs) haben die Länder die Möglichkeit, die Kohärenz zwischen der Katastrophenvorsorge, dem Klimaschutz und der Politik und Praxis der nachhaltigen Entwicklung sicherzustellen.
Weitere Details auf der Website.
Das UNDRR-Büro in Bonn bietet den Regionalbüros Orientierungshilfen für eine verstärkte Unterstützung der Regierungen bei der Berichterstattung über die Fortschritte bei der Verringerung der Zahl der Todesopfer, der von Katastrophen betroffenen Menschen, der wirtschaftlichen Verluste und der Schäden an kritischer Infrastruktur. Es bietet dieses unterstützende Engagement mit einer Reihe von technischen Organisationen innerhalb und außerhalb der UNO und durch technische Leitfäden, Schulungspakete und andere datenbezogene Initiativen.
Weitere Details auf der Website.
Autor/ Titel/ etc.
Teil der FernUniversität Hagen
Innerhalb der Forschung konzentriert sich das Lehrgebiet hauptsächlich auf die Beziehungen zwischen den Gruppen (insbesondere auf den Kontakt zwischen den Gruppen), Vorurteile (ethnische Vorurteile, Sexismus), (ethnische und kulturelle) Vielfalt und Migration. In der Forschung wird ein theoretischer und methodologischer Mehrebenen-Ansatz angewendet, bei dem gleichzeitig Faktoren auf der Individual- und der Kontextebene untersucht werden. Das Lehrgebiet ist Teil des Forschungszentrums für die psychologische Untersuchung des Wandels von Individuen und Gemeinschaften (PSINCC).
Prof. Dr. Oliver Christ
Tel: +49 (0)2331/9872775
Mail: oliver.christ
Fakultät für Psychologie
LG Psychologische Methodenlehre und Evaluation
FernUniversität in Hagen
Universitätsstr. 33
Gebäude 1, Raum D2.021
58084 Hagen
Tel:+49 (0)2331/9874695
Wie können Konflikte zwischen Gruppen reduziert oder verhindert werden? Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass der Kontakt zwischen Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen Vorurteile abbauen, und somit dazu beitragen kann Konflikte zu reduzieren. Positive Kontakte sind aber kein Allheilmittel. So zeigt sich, dass es auf Seiten von Minderheiten auch zu unerwünschten Effekten solcher Intergruppenkontakte kommen kann. Eine Reihe von Untersuchungen findet sogenannte demobilisierende Effekte von Kontakt: Der Kontakt mit Mitgliedern der Majorität reduziert die Wahrnehmung von Ungerechtigkeit, und in der Folge auch die Bereitschaft sich für die Belange der eigenen Gruppe einzusetzen. Zudem gibt es eine Reihe von Konflikten, die fortdauern oder gar neu auftreten, obwohl der Kontakt zwischen Gruppen unter optimalen Bedingungen stattfindet. In dieser Pilotstudie werden wir diese unterschiedlichen Wirkungsmuster von positivem und negativem Kontakt in einem Kontext untersuchen, der sich durch eine sehr lange Geschichte von Gewalt und negativem Kontakt auszeichnet, dem Israelisch-Palästinensischen Konflikt. Dieser Konflikt ist für die Kontaktforschung besonders interessant, da der Konflikt trotz einer Vielzahl von sogenannten Kontakt-Programmen im letzten Jahrzehnt weiter fortbesteht. An den Kontaktprogrammen, die als sehr erfolgreich eingeschätzt werden, haben immerhin etwa jeder sechste Israeli und eine große Zahl von Palästinenser teilgenommen. Offensichtlich blieb der gewünschte Effekt dieser Kontaktprogramme auf das alltägliche stattfindenden Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern aus.
Leitung: Oliver Christ
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Das BICC ist eine Non-Profit Organisation.
Das BICC betreibt angewandte Forschung und gibt damit innovative Impulse für laufende Debatten. Das BICC versteht seine Forschung als problemorientiert, politikrelevant, empirisch und kritisch.
Direktor
Prof. Dr. Conrad Schetter
Tel: +49 (0)228/9119630
Mail: conrad.schetter(at)bicc.de
Internationales Konversionszentrum Bonn
Bonn International Center for Conversion (BICC) GmbH
Pfarrer-Byns-Straße 1
53121 Bonn
Tel: +49 (0)228/911960
Mail: bicc(at)bicc.de
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Unterstützung nationaler und regionaler Stellen in der Sahelzone, am Horn von Afrika und in Westafrika im Bereich der Kontrolle von Kleinwaffen und leichten Waffen (SALW) und der physischen Sicherheit und der Verwaltung von Lagerbeständen (PSSM). Das BICC verfolgt damit das Ziel, die Kapazitäten unserer regionalen Partner (Afrikanische Union, RECSA, ECOWAS, SARCOM und PRESCOM) im Bereich der Kleinwaffenkontrolle und PSSM zu stärken und verbindet Beratungsaktivitäten mit Ausbildungsprogrammen auf nationaler und regionaler Ebene. Das Projekt zielt auch darauf ab, die Afrikanische Union bei der Umsetzung ihres Aktionsplans “Silencing the Guns” und die ECOWAS bei der Umsetzung des ECOWAS-Übereinkommens über Kleinwaffen und leichte Waffen zu unterstützen. Die Aktivitäten zur Unterstützung dieser Arbeitsstränge zielen auf die nationale (z.B. Reaktivierung nationaler Kleinwaffenkommissionen) und die regionale Ebene (z.B. regionaler PSSM-Kurs mit einer Train-the-Trainers-Komponente) und werden von BICC-Beratern unterstützt, die zu unseren Partnerorganisationen entsandt werden. Ebenso unterstützt das BICC die RECSA bei der Erleichterung und Koordinierung der Kleinwaffenkontrollbemühungen innerhalb der RECSA-Mitgliedstaaten, einschließlich eines regionalen PSSM-Kurses mit einer Train-the-Trainers-Komponente.
Leitung: Dr. Jürgen Brandsch
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis Dezember 2020.
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Im Rahmen dieses Projekts stellt das BICC verschiedene Basisdaten zu Rüstung, Militär, Sicherheit, Menschenrechten und Regierungsführung in 170 Ländern zur Verfügung. Die Informationen sollen eine Einschätzung und Bewertung der deutschen Rüstungsexportpolitik erleichtern und orientieren sich damit an Kriterien des Gemeinsamen Standpunktes der EU zu Rüstungsexporten von 2008. Das BICC erhält seit 2002 Forschungsmittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zum Thema Rüstungsexporte. Das BMZ unterstützt insbesondere die Erstellung und Aktualisierung von Länderportraits ausgewählter Empfängerländer deutscher Rüstungsexporte, den Aufbau und die Aktualisierung einer Datenbank mit Hintergrundinformationen zu Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte sowie die jährliche Berechnung des Globalen Militarisierungsindex (GMI). Der GMI stellt die Ressourcenallokation innerhalb eines Staates objektiv dar und kann so das relative Gewicht und die Bedeutung des Militärapparats eines Staates im Verhältnis zu seiner Gesamtgesellschaft aufzeigen. Der GMI und seine Datenbank sind eines der zentralen Elemente der akademischen Forschung des BICC und werden ständig aktualisiert. Sie basieren auf umfassenden Recherchen zum Forschungsthema Rüstungsexporte und zu Fragen des Nexus Rüstung-Entwicklung. Die Verlängerung des Projekts bis 2017 trägt der Arbeit des BICC zu diesem Forschungsthema Rechnung und ermöglicht es dem BICC, auf verlässliche Formate aufzubauen, diese zu erweitern, die Arbeit an der Datenbank, dem GMI und den Länderportraits auf eine neue wissenschaftliche Grundlage zu stellen, die Datenbank und die Länderberichte regelmäßig zu aktualisieren und gegebenenfalls um neue Informationen und Daten zu ergänzen.
Leitung: Dr. Max Mutschler
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Der Global Militarization Index (GMI) bildet nicht nur den Grad der globalen Militarisierung ab, sondern dokumentiert auch die Entwicklung seit 1990. Der GMI wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Der GMI zeigt auch in diesem Jahr, dass der Nahe Osten die am stärksten militarisierte Region der Welt ist.
Leitung: Dr. Max Mutschler
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Die Website www.ruestungsexport.info bietet Daten und Fakten zur Situation der Empfängerländer deutscher Rüstungsexporte. Sie bietet nicht nur eine Kategorisierung von 170 Ländern nach den Kriterien des EU-Verhaltenskodex, sondern auch 27 detaillierte Länderberichte zu Sicherheit, Rüstung und Entwicklung in den Empfängerländern, die regelmäßig aktualisiert werden. Dieser vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Informationsdienst ermöglicht eine fundierte Einschätzung der Auswirkungen deutscher Rüstungsexporte auf die Sicherheitslage in den Empfängerländern. Er erweitert zudem die verfügbaren Informationen, die in die Diskussionen über deutsche Rüstungsexporte einfließen. Insbesondere in regionalen Kontexten wie Lateinamerika oder Asien und mit Blick auf die aufstrebenden BRIC-Staaten gewinnt dies immer mehr an Bedeutung.
Leitung: Dr. Max Mutschler
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Welche Arten von Kleinwaffen und leichten Waffen gibt es und in welchen Ländern? Wo werden welche Arten von Kleinwaffen produziert? Welches sind die verschiedenen Kategorien von Kleinwaffen und leichten Waffen? Wie lassen sich Kleinwaffen voneinander unterscheiden? Eine englischsprachige Datenbank zu Klein- und Leichtwaffen, die das BICC derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) und mit Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA) aufbaut, soll diese und ähnliche Fragen beantworten.
Leitung: Lars Wirkus
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Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) entwickelt das BICC ein modulares Informationsportal zu Krieg und Frieden für deren Online-Dienst sicherheitspolitik.bpb.de.
Das Portal wird insgesamt neun thematische Module anbieten, die einzelnen Zielgruppen wie der politisch interessierten Öffentlichkeit, Lehrenden und Lernenden, politischen Entscheidungsträgern, Medienvertretern und Wissenschaftlern einen interaktiven Zugang zu den für sie relevanten Informationen über Krieg und Frieden im globalen Vergleich ermöglichen sollen. Das Portal bietet ein breites Spektrum an unterschiedlichen, vor allem interaktiven Präsentationsformen. Kernstück ist eine interaktive Karten- und Tabellensammlung, die auf der Basis von WebGIS (Web-based Geographical Information System) in Kombination mit einer relationalen Datenbank ein breites Spektrum an Daten und Informationen zu einzelnen Ländern und Jahren bietet.
Leitung: Lars Wirkus
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Wer Informationen über die Situation in den Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte sucht, findet sie unter www.ruestungsexport.info. Eine Kategorisierung von mehr als 170 Ländern nach den Kriterien des EU-Verhaltenskodexes wird ebenso geboten wie 36 detaillierte Länderberichte zu Sicherheit, Rüstung und Entwicklung in den Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte (in deutscher Sprache). Dieser vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Informationsdienst ermöglicht eine fundierte Einschätzung der Auswirkungen deutscher Rüstungsexporte auf die Sicherheitslage und verbessert die Informationsgrundlage in der Diskussion um deutsche Rüstungsexporte.
Leitung: Dr. Max Mutschler
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Das Netzwerk “Connecting Research on Extremism in North Rhine-Westphalia”, kurz CoRE, wurde 2016 gegründet, um den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in Nordrhein-Westfalen zu Radikalisierung und Extremismus arbeiten, zu fördern. CoRE-NRW stärkt zudem den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. Dabei bündelt das Netzwerk landesweites Fachwissen, um Kernfragen zu identifizieren und Wissenslücken zu schließen. Neben dem aktuellen Fokus auf den gewalttätigen Salafismus untersucht es auch Bezüge zu anderen Erscheinungsformen des Extremismus und bezieht relevante Akteure außerhalb NRWs mit ein. Die Koordinierungsstelle des Netzwerks ist am Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC in Bonn angesiedelt. Im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen führt sie regelmäßig Veranstaltungen und Netzwerktreffen durch. Über relevante Veranstaltungen und Publikationen informiert sie über ihre Website www.core-nrw.de. Die Forschungsergebnisse des Netzwerks, zu denen auch ein jährlicher Forschungsbericht gehört, werden in einer frei zugänglichen CoRE-NRW-Schriftenreihe veröffentlicht.
Leitung: Dr. Marc von Boemcken, Maurice Döring
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Der Aufstieg nichtstaatlicher Gewaltakteure ist ein häufiges Phänomen, sei es in Bürgerkriegen, beim Regimewechsel oder als Nebeneffekt zwischenstaatlicher Kriege. Dies betrifft auch die Maidan-Revolution in der Ukraine 2013/14 und ihre Nachwirkungen. Das Projekt untersucht, wie irreguläre Gewaltakteure im Konflikt in der Ukraine mit den Herausforderungen des kollektiven Handelns umgehen. Es untersucht die Rekrutierung und Organisation nichtstaatlicher Gewaltakteure. Ein Vergleich zwischen und zwischen den Gruppen auf der pro-russischen und pro-ukrainischen Seite soll Gemeinsamkeiten und Unterschiede identifizieren und zeigen, welche Anreize für eine Mitgliedschaft von Kombattanten geteilt werden, welche Ressourcen wichtig sind und wie die Mitglieder die Risiken einer Beteiligung am Konflikt einschätzen. Das Forschungsprojekt ist ein Ergebnis der Ausschreibung “Trilaterale Partnerschaften – Kooperationsprojekt zwischen Forschern aus der Ukraine, Russland und Deutschland” der Volkswagenstiftung. Die Projektteams führen regelmäßig Workshops durch, um Erkenntnisse auszutauschen.
Leitung: apl. Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder
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Dieses Projekt unterstützt den internen Revisionsprozess der Integrierten Standards für Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration (IDDRS) der Vereinten Nationen, die ursprünglich 2006 von der Inter-Agency Working Group (IAWG) der Vereinten Nationen veröffentlicht wurden, und schafft einen Mehrwert für diesen Prozess. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wird dieses Projekt auf vier voneinander abhängigen Säulen aufbauen.
Leitung: Dr. Claudia Breitung
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Die Forschung zur Zwangsmigration hat in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Allerdings sind Forced Migration and Refugee Studies noch nicht institutionell in der deutschen Forschungslandschaft verankert. Aus diesem Grund hat das BICC gemeinsam mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück (IMIS), dem Menschenrechtszentrum Erlangen-Nürnberg (CHREN) und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) das Projekt “Forced Migration and Refugee Studies” gestartet: Vernetzung und Wissenstransfer-FFVT” gestartet.
Leitung: PD Dr. Elke Grawert
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TRAFIG führt eine neue Perspektive auf protracted displacement situations (PDS) ein. Sie betrachtet die transnationale und lokale Konnektivität von Vertriebenen und Aufnahmegemeinschaften sowie ihre Mobilitätsfähigkeit als sozioökonomische und sozio-psychologische Ressourcen, die Vertriebene nutzen und von denen ihre Widerstandsfähigkeit abhängt. Das Projekt wird ein Instrument zur raschen Beurteilung entwickeln, um die am stärksten gefährdeten Gruppen in der PDS zu identifizieren und die Interaktionen zwischen Vertriebenen und Aufnahmegemeinschaften zu analysieren. Als evidenzbasiertes Instrument zur Schaffung von Auswirkungen wird es politische Entscheidungsträger und Praktiker dabei unterstützen, die Eigenständigkeit der Vertriebenen sowie die Beziehungen zwischen Vertriebenen und Aufnahmegemeinschaften durch eine maßgeschneiderte Programmierung und Politikentwicklung zu verbessern. Die Forschungspartner aus Österreich, Äthiopien, Deutschland, Griechenland, Italien, Jordanien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Pakistan und dem Vereinigten Königreich werden während des gesamten Lebenszyklus des Projekts eng mit den wichtigsten Akteuren zusammenarbeiten.
Leitung: Dr. Benjamin Etzold
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Ziel des Projekts ist es, Handlungsstrategien zu entwickeln, die die Kompetenzen der Mittler (Sozialarbeiter, Lehrer, Freiwillige usw.) bei der Prävention der islamistischen Radikalisierung von Jugendlichen sowie bei der Deradikalisierung und Reintegration bereits radikalisierter Personen stärken.
Leitung: Dr. Marc von Boemcken
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Seit 2015 sind die Themen “Zwangsvertreibung” und “Flüchtlinge” vorherrschende Diskussionsthemen in der deutschen und europäischen Politik, in den Medien und in den Gesellschaften insgesamt. Diese Diskussionen zeigen den dringenden Bedarf an wissenschaftlicher Expertise für politische Entscheidungsträger in Europa, auf nationaler, aber auch auf lokaler Ebene. Zugleich ist das wissenschaftliche Feld der “Zwangsmigration / Flüchtlingsforschung” in Deutschland durch große Spaltungen und institutionelle Vielfalt gekennzeichnet.
Leitung: Prof. Dr. Conrad Schetter
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Nordrhein-Westfalen (NRW) gehört mit seiner starken Urbanisierung, seiner kulturellen Vielfalt und Offenheit zu den Gebieten in Deutschland und Europa, die Flüchtlinge am meisten anziehen. Seine Gesellschaft ist seit Jahrzehnten durch den anhaltenden Zustrom von (Zwangs-)Migranten geprägt. Flüchtlinge werden eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Wandel von NRW spielen, ein wichtiges Forschungsthema, das das Wissenschaftsministerium NRW in seiner Forschungsstrategie zum Fortschritt in NRW vorgesehen hat. Mit einem Fokus auf das Land NRW befasst sich das Forschungsprojekt mit vier Aspekten der Flüchtlingsflucht: Konfliktlinien zwischen Flüchtlingen im Ausland und ihren Herkunftsländern, Chancen der Konfliktprävention in Flüchtlingslagern, Beispiele für eine langfristige Integration von Flüchtlingen in NRW und die Frage, wie Flüchtlinge in die Friedensprozesse in ihren Heimatländern eingebunden werden können.
Leitung: Dr. Esther Meininghaus
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Die zentralasiatischen Länder Kirgisistan und Tadschikistan sind durch Post-Konflikt-Situationen, autoritäre Regierungsformen, ethnische Spannungen, grobe soziale Ungerechtigkeiten und eine starke Migrationsdynamik gekennzeichnet. Es ist daher kein Wunder, dass “Sicherheit” für die Menschen in diesen Staaten ein beherrschendes Thema ist. Die sozialwissenschaftliche Forschung zu Sicherheitsfragen in Zentralasien befasst sich jedoch fast ausschließlich mit der nationalen und internationalen Bedrohungswahrnehmung in der gesamten Region, d.h. mit der Sicherheit von und für Staaten. Dies ist sogar in der kritischen Politikwissenschaft mit ihrem “Versicherheitlichungs”-Ansatz der Fall. Die Forschung am BICC versucht dagegen, die andere Seite der “Sicherheitsmünze” zu erforschen. Das Projekt untersucht die alltäglichen Praktiken von Menschen, die mit den Sicherheitsherausforderungen umgehen, mit denen sie regelmäßig konfrontiert werden. Die Frage, die unsere Forschung leitet, lautet: Was halten die Menschen für schutzbedürftig? Was halten sie für bedrohlich? Und wie beeinflussen diese Wahrnehmungen ihren Alltag? Das im Sommer 2015 gestartete Projekt trägt den Titel “Formen lokaler Sicherheit in Kirgisistan und Tadschikistan – Die Entstehung von Sicherheitslandschaften” und wird von der Volkswagenstiftung gefördert. Der Ansatz ist interdisziplinär und die Methodik beruht auf intensiver und langfristiger Feldforschung. Das BICC-Team arbeitet eng mit akademischen Partnern vor Ort in Tadschikistan und Kirgisistan zusammen. Ein weiterer besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung des akademischen Nachwuchses in Zentralasien.
Leitung: Dr. Marc von Boemcken
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Dienstleistungsgesellschaft des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Als Dienstleister unterstützt die GIZ die Bundesregierung bei der Erreichung ihrer Ziele in der internationalen Zusammenarbeit. Sie bietet wirtschaftliche und wirksame Dienstleistungen für nachhaltige Entwicklung an.
Vorstand
Tanja Gönner
Ingrid-Gabriela Hoven
Thorsten Schäfer-Gümbel
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36
53113 Bonn
Tel: +49 (0)228/44600
Fax: +49 (0)228/44601766
Mail: info(at)giz.de
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt Entwicklungs- und Schwellenländer im Auftrag der Bundesregierung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die GIZ in Kooperationsländern für die Pandemievorsorge und engagiert sich im Bereich der Gesundheitssysteme und -versorgung. Auf Grundlage dieser Erfahrungen ist sie nun schnell und effektiv in der Lage, Sofortmaßnahmen des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) und anderer Auftraggeber umzusetzen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.
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Menschen auf der Flucht brauchen Unterstützung und Perspektiven. Die Arbeit der GIZ verbindet daher kurzfristige Hilfe mit mittel- und langfristigen Projekten: Sie unterstützt Flüchtlinge und Binnenvertriebene selbst und auch die aufnehmenden Länder. Die GIZ berät zu legalen Migrationsmöglichkeiten, aber auch zu Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten im Heimatland. Langfristig wird dazu beigetragen, Perspektiven in den Herkunftsländern vieler Migranten zu verbessern.
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Das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht ist Teil der Ruhr-Universität Bochum und gehört zum Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Völkerrecht.
Die Forschung innerhalb des IFHV basiert auf einem Forschungsprogramm zur Problematik und Dynamik des humanitären Komplexes. Aufbauend auf der Tradition der fundierten Forschung im Bereich des humanitären Völkerrechts hat das aktuelle Forschungsprogramm des IFHV seine Forschung auf den Bereich der humanitären Studien ausgedehnt. Die Einbeziehung von Forschenden aus den Fakultäten für Sozialwissenschaften, Geowissenschaften und Medizin verleiht dem IFHV einen tiefgreifenden multidisziplinären Charakter.
Die IFHV strebt in ihrem Forschungsprogramm eine Mischung aus angewandten und Grundlagenforschungsprojekten an, um sowohl zum gesellschaftlichen als auch zum wissenschaftlichen Diskurs beizutragen.
Tel: +49 (0)234/3227934
Mail: pierre.thielboerger(at)rub.de
Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht
Ruhr-Universität Bochum
Massenbergstraße 9 B
44787 Bochum
Tel: +49 (0)234/3227366
Fax: +49 (0)234/3214208
Mail: ifhv(at)rub.de
Dieses laufende Programm über das Funktionieren und die Auswirkungen der humanitären Hilfe im Osten der DRK begann 2002. Es konzentrierte sich hauptsächlich auf das interne Management der internationalen humanitären Organisationen, die Kostendeckung und leistungsbezogene Finanzierung im lokalen Gesundheitssystem, den Aufbau von Kapazitäten und die lokale Wahrnehmung humanitärer Aktionen. Im Laufe der Jahre hat dieses Forschungsprogramm zu mehreren internationalen Publikationen geführt, darunter “Supporting Local Health Care in a Chronic Crisis”: Management- und Finanzierungsansätze im Osten der Demokratischen Republik Kongo (2005)” und “Doing Good, but Looking Bad? Zwei humanitäre NGOs im Osten der Demokratischen Republik Kongo (2010)”. Das Programm hatte mehrere Geldgeber und umfasste spezielle Stipendien für junge Professoren in Deutschland. Es fand in enger Zusammenarbeit mit mehreren NGOs, wie IRC, DARA und Malteser International, statt. Jüngste Feldforschungen wurden im Juli 2007 und Mai 2009 durchgeführt. Weitere Feldforschung wird im Jahr 2011 stattfinden.
Leitung: Prof. Dr. Dennis Dijkzeul
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Autonomie bezieht sich auf die institutionelle Organisation eines Landes auf subnationaler Ebene und enthält möglicherweise Eigenschaften, die den Schutz von Minderheiten fördern. Aus diesem Grund ist sie aus völkerrechtlicher Sicht interessant. Zudem scheint der Begriff der Autonomie sehr elastisch zu sein und sich auf eine Vielzahl sozialer und rechtlicher Beziehungen erstrecken zu können. Tatsächlich scheint der Begriff der Autonomie voll von losen Enden aller Art zu sein. Das mit verschiedenen Partnern und Finanzierungsquellen durchgeführte Projekt versucht, einige lose Enden zu identifizieren.
Leitung: Prof. Dr. Hans-Joachim Heintze
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Menschen mit Behinderungen sind in humanitären Krisen mehreren Risiken ausgesetzt. Sie werden jedoch bei humanitären Einsätzen oft übersehen und erfahren hohe Barrieren beim Zugang zu Hilfe und Schutz, die sie benötigen. Selbst humanitäre Akteure, die ihre spezifischen Bedürfnisse in Politik und Planung berücksichtigen, stehen noch immer vor der Herausforderung, ihre Hilfe wirklich integrativ zu gestalten. Um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu gleichberechtigter und effektiver Partizipation, Sicherheit und Schutz in der internationalen humanitären Hilfe im Allgemeinen und in der von Deutschland finanzierten Hilfe im Besonderen haben, hat das HI-CMB das Projekt “Phase 2: Leave no one behind: Mainstreaming von Behinderung in der humanitären Hilfe“. Das Projekt verfolgt ein dreifaches Ziel: Es zielt darauf ab, Behinderung in den Koordinierungsmechanismen der humanitären Hilfe zu verankern, die Daten über die Einbeziehung von Behinderung zu verbessern und die Kapazitäten der deutschen Akteure der humanitären Hilfe und ihrer lokalen und globalen Partner auf- und auszubauen, um Behinderung inklusiv zu machen.
Leitung: Prof. Dr. Dennis Dijkzeul; Carolin Funke
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis zum 31.08.2021.
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Die Arbeit analysiert, inwieweit das deutsche Militärrecht, insbesondere das Verfassungsrecht und das Gesetz über den Rechtsstatus des Militärpersonals angemessen ist oder geändert werden sollte. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf dem Einfluss der De-facto-Transformation der Bundeswehr auf ihre rechtlichen Aufgaben. Mit dem Ende des Kalten Krieges hat sich die Bundeswehr stärker in internationalen Einsätzen engagiert. Die Studie fragt ob die Einsätze der Bundeswehr, insbesondere der Einsatz vor der Küste Somalias zur Bekämpfung der Piraterie, mit dem deutschen Recht vereinbar sind. Piraterie ist Teil der organisierten Kriminalität, für die die deutsche Polizei verantwortlich ist. An der somalischen Piraterie-Mission ist jedoch nicht die Polizei, sondern die Bundeswehr beteiligt.
Leitung: Dr. Jana Hertwig
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In Zukunft wird der Klimawandel noch mehr Naturkatastrophen durch extreme Regenfälle, Flutkatastrophen, Stürme, Hitzewellen oder lang anhaltende Dürren verursachen. Dies kann sowohl plötzlich einsetzende als auch langfristige humanitäre Krisen zur Folge haben. Humanitäre NGOs gehören oft zu den Ersthelfern, die der betroffenen Bevölkerung helfen. Heute sind diese NGOs zunehmend mit dem tatsächlichen Eintreten oder der potenziellen Bedrohung durch klimabedingte Migration konfrontiert. Diese Migration an sich ist kein neues Phänomen, aber es wird erwartet, dass sie an Relevanz und Dimension zunehmen wird. Die so genannten Klimaflüchtlinge sind eine der am sichtbarsten betroffenen Gruppen der globalen “Umweltkrise”. Die wissenschaftliche Literatur über diesen Zusammenhang zwischen Migration und Klimawandel hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen, was durch die gestiegene öffentliche und politische Aufmerksamkeit für Umweltfragen gefördert wurde. Dieses Projekt will diesem Forschungsfeld eine neue Perspektive hinzufügen, indem es die spezifischen Reaktionen westlicher humanitärer NGOs aus einer organisationssoziologischen Perspektive untersucht.
Leitung: Dr. Kerstin Rosenow-Williams
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Als Reaktion auf diese sich wandelnden Debatten und die aktuellen faktischen, politischen und rechtlichen Veränderungen im deutschen Flüchtlingsregime untersucht die Forschung in empirischer Feldforschung die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die öffentlichen Verwaltungen auf lokaler Ebene und ihr Zusammenspiel mit anderen organisierten lokalen Akteuren.
Diese Forschung basiert auf der Anwendung einer geschlechtsspezifischen Perspektive der menschlichen Sicherheit. Das Projekt wird Herausforderungen und Lösungen für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden entlang der sieben Dimensionen der menschlichen Sicherheit – Wirtschaft, Umwelt, Ernährung, Gesundheit, persönliche, gemeinschaftliche und politische Rechte – identifizieren. Es argumentiert, dass eine gründliche Analyse entlang der sieben Dimensionen der menschlichen Sicherheit unser Verständnis der gegenwärtigen Situation stärkt und ein Gleichgewicht zwischen der Notwendigkeit einer strukturierten politischen Planung und einer individualisierten Perspektive ermöglicht. Genauer gesagt wendet die Studie eine innovative geschlechtsspezifische Perspektive der menschlichen Sicherheit an, die die spezifischen Bedürfnisse von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen ebenso berücksichtigt wie ihre Überschneidung mit anderen Indikatoren, die zu Verwundbarkeit und Unsicherheit führen (wie Gesundheit, Alter, sexuelle Orientierung, Religion und sozioökonomischer Status). Dies erfordert die Erhebung disaggregierter Daten und eine strukturelle geschlechtersensible Analyse der vielschichtigen Situation der menschlichen Sicherheit vor Ort. Insgesamt stellt sich in dieser Forschung die Frage, inwieweit sich der Druck auf das deutsche Flüchtlingsregime auf die menschlichen Sicherheitsstandards für Asylsuchende auswirkt. Im gegenwärtigen Status quo können wichtige Schlussfolgerungen für die langfristige Integration von Flüchtlingen gezogen werden. Integration wird in diesem Zusammenhang vor allem im Hinblick auf die strukturelle Dimension der Integration verstanden, die den Zugang zu Rechten und die Mitgliedschaft in den zentralen Institutionen der Aufnahmegesellschaften wie dem Bildungssystem, der Wirtschaft, dem Wohnungsmarkt und dem politischen System umfasst.
Leitung: Dr. Katharina Behmer
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis Oktober 2020.
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Internationale und nationale Studien zeigen, dass sozialer Zusammenhalt ein entscheidender Faktor für die Erhöhung der Resilienz der Bevölkerung im Krisen und Katastrophenfall ist. Die Erfahrungen vergangener Krisenereignisse zeigen aber auch, dass verschiedene Organisationen, die zur Verringerung von Vulnerabilität beitragen, diesen Faktor sehr unterschiedlich berücksichtigen. Ebenso unterscheiden sich das internationale und das nationale Hilfeleistungssystem hinsichtlich der Einbindung sozialer Netzwerke in ihre Arbeit. Das geplante Verbundvorhaben widmet sich vor diesem Hintergrund der Frage, welche Rolle der soziale Zusammenhalt in der Arbeit von Katastrophenschutzorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Nachbarschaftsorganisationen und Kommunalverwaltungen bei der Bewältigung von Krisen und Umbrüchen spielt und wie sozialer Zusammenhalt durch die (Zusammen-) Arbeit unterschiedlicher Organisationen gestärkt werden kann. Auf der Basis eines, in vier deutschen Referenzregionen umgesetzten, repräsentativen, gemischt qualitativ-quantitativen Untersuchungsdesigns sollen Handlungsempfehlungen für Organisationen erarbeitet werden, wie Aspekte des sozialen Zusammenhalts als Resilienzfaktoren in die Strategieentwicklung einbezogen werden können und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden kann. Zugleich wird damit ein Beitrag zur Theorieentwicklung geleistet, der Aspekte des sozialen Zusammenhalts im Kontext von Krisen und Umbrüchen konzeptualisiert.
Leitung: Prof. Dr. Dennis Dijkzeul
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis zum 30.09.2020.
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Dieses Forschungsprojekt analysiert die Legitimität von sechs kirchlichen Organisationen, die ihren Sitz in Österreich und Deutschland haben und in Pakistan tätig sind. Dabei wird zunächst festgestellt, ob und inwieweit diese Organisationen in ihrem transnationalen Organisationsumfeld als legitim wahrgenommen werden. Zweitens wird untersucht, wie verschiedene Arten von kirchlichen Organisationen auf komplexe und manchmal widersprüchliche interne Erwartungen (d.h. Erwartungen der Mitglieder) und externe Erwartungen (d.h. Erwartungen von etablierten humanitären NGOs, UN-Organisationen, der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, der Regierungen der Länder, in denen sie ihren Hauptsitz haben, und der Länder, in denen sie aktiv sind, der lokalen Kooperationspartner und der Nutznießer humanitärer Aktivitäten) reagieren und welche Strategien sie anwenden, um Legitimität zu erlangen und zu erhalten. Drittens wird erörtert, ob und wie innerorganisatorische Merkmale (Religionszugehörigkeit, Größe, Ressourcen und Strukturen) ihre Strategien und Legitimität beeinflussen. Zur Beantwortung dieser Fragen wendet sie den Ansatz der Ressourcenabhängigkeit, des Neo-Institutionalismus, des Transnationalismus und der Assoziationstheorie an.
Leitung: Dr. Zeynep Sezgin
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Jedes Jahr leiden Millionen von Menschen weltweit unter Katastrophen als Folge von extremen Naturereignissen. Die aktuelle Forschung hat deutlich gemacht, dass das Risiko, dass ein Naturereignis zu einer Katastrophe wird, nur zum Teil von der Stärke des Naturereignisses selbst abhängt. Ebenso bedeutsam sind die Rahmenbedingungen einer Gesellschaft und die Strukturen, die vorhanden sind, um im Notfall schnell reagieren und Hilfe leisten zu können. Je fragiler das Energieversorgungs- und Abwassersystem, je grösser das Ausmass von Hunger und extremer Armut und je schlechter die Regierungsstrukturen und öffentlichen Dienste, desto anfälliger ist eine Gesellschaft für extreme Naturereignisse. Diese Ereignisse lassen sich nicht direkt verhindern, aber die Länder können das Katastrophenrisiko durch die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit, die Stärkung von Bildung und Gesundheit und durch Vorsorgemaßnahmen verringern. Wer Bauvorschriften durchsetzt, nachhaltige Stadtplanung betreibt, den Hochwasserschutz ausbaut und Frühwarnsysteme installiert und nutzt, ist besser auf extreme Naturereignisse vorbereitet. Die meisten Länder und Geberorganisationen stellen jedoch nach wie vor umfangreiche Mittel bereit, wenn sich eine Katastrophe bereits ereignet hat. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Katastrophenvorsorge und der Anpassung an den Klimawandel an extreme Ereignisse zu schärfen, bevor Katastrophen oder irreversible Veränderungen eintreten und große Schäden und Verluste verursachen. Der WorldRiskReport übernimmt diese Aufgabe seit 2011. Er wird vom Bündnis Entwicklung Hilft herausgegeben. Die jährlichen Ausgaben konzentrieren sich auf ein Hauptthema und enthalten den WorldRiskIndex, der von der Universität der Vereinten Nationen, Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS), entwickelt wurde. Im Jahr 2018 wurde der Bericht erstmals in Zusammenarbeit mit dem Institut für Friedensvölkerrecht und Bewaffnete Konflikte (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht, das die Berechnung des Index übernommen hat.
Leitung: Dr. Katrin Radtke
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