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Das Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter (ZPI) fördert Forschungsaktivitäten im Bildungs- und Gesundheitsbereich, die Dissemination von Forschungserkenntnissen bei allen beteiligten Akteuren und Einrichtungen sowie die Implementierung von Forschungserkenntnissen in den für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene relevanten Settings.
Prof. Dr. Ullrich Bauer
Tel: +49 (0)521/1066066
Mail: ullrich.bauer(at)uni-bielefeld.de
Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter (ZPI)
Universität Bielefeld
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Z-Gebäude
33501 Bielefeld
Tel: +49 (0)521/1066876
Mail: veronica.horbach(at)uni-bielefeld.de
Die Studie „Die Genese populistischer Dispositionen in Jugendmilieus” fokussiert die Frage, wie die nächsten Generationen von Wähler*innen und politischen Akteur*innen die vielfältigen politischen, ökonomischen, sozialen Krisen in Europa wahrnehmen. Die Studie wird Daten über die Dispositionen von Kindern und Jugendlichen liefern, die für gelebte Demokratie besondere Relevanz haben: Einstellungen zur Demokratie, die Tendenz zur Diskriminierung, das Maß der Toleranz gegenüber kultureller Vielfalt, sowie Erwartungen für die eigene und gesellschaftliche Zukunft. Diese Dimensionen müssen multidimensional betrachtet werden. Zu ihrer Analyse gehören Krisenphänomene, ihre semantische und symbolische Konstruktion sowie die mentale Repräsentation auf individueller Ebene. Zu der individuellen Ebene gehört auch, wie Krisen und Krisenrepräsentationen den Alltag der Subjekte prägen und in welche Weltdeutungen diese integriert werden. Gerade für die nachwachsenden Generationen eröffnen sich hierdurch Perspektiven, die auf die Dispositionsgenese zielen und Unterschiede verstehbar machen, die durch individuelle und gesellschaftliche Determinanten, kontextuelle und kompositorische Aspekte ungleicher, politisch-gesellschaftlicher und familiärer Sozialisation bedingt sind.
Leitung: Dr. Marc Grimm
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis zum 31.05.2024.
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Die Hiphop-Kultur ist derzeit die größte und wichtigste Jugendkultur. Im Gangsta-Rap lässt sich seit längerer Zeit beobachten, dass ein hypermaskuliner Körperkult, autoritäre Machtfantasien sowie Heroisierungs- und Martialitätsvorstellungen zentrale Motive der Selbstinszenierung der meist männlichen Künstler bilden. Diese vermitteln in ihren Liedern, Musikvideos und Stellungnahmen in sozialen Netzwerken seit einigen Jahren sexistische und antifeministische Rollenbilder, autoritäre Moral- und Gesellschaftsvorstellungen sowie verschwörungsideologische und antisemitische Interpretationen globaler Herrschaftsverhältnisse. Während in der Forschung weitgehend Einigkeit herrscht, dass die Texte der Künstler unbestreitbar Ideologien der Ungleichheit transportieren, liegen aktuell keine belastbaren Daten über die Wirkung und den Einfluss der Ideologien auf die Wahrnehmung und das Denken von Jugendlichen vor.
Das Forschungsprojekt wird hier erste Daten liefern und den Wirkungszusammenhang des Konsums von Gangsta-Rap und der Empfänglichkeit von Antisemitismus und Ideologien der Ungleichheit mit quantitativen und qualitativen Methoden untersuchen. Darüber hinaus werden auf Grundlage der Ergebnisse Empfehlungen für den Umgang mit Gangsta-Rap im Kontext schulischer sowie außerschulischer Bildung gemacht.
Leitung: Dr. Marc Grimm
Weitere Details auf der Website.
Im anwendungsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprojekt “Schule tatsächlich inklusiv- Evidenzbasierte modulare Weiterbildung für praktizierende Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte” (StiEL) werden evidenzbasierte Module für inklusionsorientierte Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal allgemeinbildender und berufsbildender Schulen entwickelt. Diese Module werden in der Schulpraxis von fortgebildeten Lehrkräften eingesetzt und mit quantitativen und qualitativen Methoden evaluiert. Im ersten Schritt werden insgesamt sechs Fort- und Weiterbildungsmodule auf der Grundlage von Literatur, bereits existierende inklusionsbezogene Fortbildungen und Interviews mit Bildungs- und Inklusionsexpert/innen entwickelt. Vorläufige Module lauten: “Inklusive Didaktik und Diagnostik”, “Multiprofessionelle Kooperation und Schulentwicklung / Quartiersentwicklung”, “Inklusionsverständnis und Heterogenität”, “Menschenrechtsbildung und soziales Lernen” und “Leistungs- und Lernzieldifferenzierung”. Nach der Schulung der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals und der Implementation wird die Transformation der in den Fort- und Weiterbildungen erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen der Lehrkräfte in das Unterrichtsgeschehen und in den schulorganisatorischen Alltag psychometrisch im Längsschnitt (Interventions- und Kontrollgruppendesign) und ethnografisch (Teilnehmende Beobachtung und Gruppeninterviews) untersucht. Die Evaluationsergebnisse werden dann zu einem modularen Fort- und Weiterbildungssystem verdichtet, das a) als Open Access allen relevanten und interessierten Akteur/innen zur Verfügung gestellt wird und b) im Falle bestehender Copyrights eine Auflistung von empfehlenswerten Good Practice-Modellen nach dem Vorbild der “Grünen Liste Prävention Niedersachsen” ermöglicht.
Leitung: Prof. Dr. Ullrich Bauer
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis Dezember 2020.
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Autor/ Titel/ etc.
Stiftung mit Sitz in Bonn
Das Deutsche Forum für Kriminalprävention wurde 2001 als gemeinnützige privatrechtliche Stiftung von Bund und Ländern gegründet.
Ziel ist, der Entstehung von Risiken für abweichendes Verhalten zuvorzukommen und der Kriminalität durch vorbeugende Maßnahmen Einhalt zu gebieten.
Mit seinem gesamtgesellschaftlichen Ansatz will das DFK Bindeglied zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik sein und fördert Kooperation und Vernetzung der unterschiedlichen Präventionsakteure sowie den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis.
Kernthemen sind derzeit die Entwicklungsförderung und Gewaltprävention junger Menschen, die Prävention Häuslicher Gewalt, Einbruchschutz, Kommunale Prävention sowie die Sicherheit im Zusammenhang mit Zuwanderung.
Für die vielfältigen Handlungsfelder und -ebenen in der Präventionsarbeit stellt das DFK Informationen auf den Websites kriminalpraevention.de und wegweiser-praevention.de zur Verfügung. Vierteljährlich wird die Zeitschrift „forum kriminalprävention” herausgegeben.
In der organisatorisch beim DFK angebundenen Arbeitsstelle „Nationales Zentrum für Kriminalprävention“ (nzkrim.de) wird Forschungswissen zu evidenzbasierter Präventionsarbeit praxistauglich aufbereitet.
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Stefan Daniel
Stiftung deutsches Forum für Kriminalprävention
Graurheindorfer Straße 198
53117 Bonn
Tel: +49 (0)228/9968113375
Mail: dfk(at)bmi.bund.de
Ziel des Projektes SiBa ist es, neue Konzepte und Herangehensweisen zu entwickeln, um Bahnhöfe und ihr Umfeld sicherer zu gestalten.
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis Dezember 2020.
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Das BICC ist eine Non-Profit Organisation.
Das BICC betreibt angewandte Forschung und gibt damit innovative Impulse für laufende Debatten. Das BICC versteht seine Forschung als problemorientiert, politikrelevant, empirisch und kritisch.
Direktor
Prof. Dr. Conrad Schetter
Tel: +49 (0)228/9119630
Mail: conrad.schetter(at)bicc.de
Internationales Konversionszentrum Bonn
Bonn International Center for Conversion (BICC) GmbH
Pfarrer-Byns-Straße 1
53121 Bonn
Tel: +49 (0)228/911960
Mail: bicc(at)bicc.de
Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Unterstützung nationaler und regionaler Stellen in der Sahelzone, am Horn von Afrika und in Westafrika im Bereich der Kontrolle von Kleinwaffen und leichten Waffen (SALW) und der physischen Sicherheit und der Verwaltung von Lagerbeständen (PSSM). Das BICC verfolgt damit das Ziel, die Kapazitäten unserer regionalen Partner (Afrikanische Union, RECSA, ECOWAS, SARCOM und PRESCOM) im Bereich der Kleinwaffenkontrolle und PSSM zu stärken und verbindet Beratungsaktivitäten mit Ausbildungsprogrammen auf nationaler und regionaler Ebene. Das Projekt zielt auch darauf ab, die Afrikanische Union bei der Umsetzung ihres Aktionsplans “Silencing the Guns” und die ECOWAS bei der Umsetzung des ECOWAS-Übereinkommens über Kleinwaffen und leichte Waffen zu unterstützen. Die Aktivitäten zur Unterstützung dieser Arbeitsstränge zielen auf die nationale (z.B. Reaktivierung nationaler Kleinwaffenkommissionen) und die regionale Ebene (z.B. regionaler PSSM-Kurs mit einer Train-the-Trainers-Komponente) und werden von BICC-Beratern unterstützt, die zu unseren Partnerorganisationen entsandt werden. Ebenso unterstützt das BICC die RECSA bei der Erleichterung und Koordinierung der Kleinwaffenkontrollbemühungen innerhalb der RECSA-Mitgliedstaaten, einschließlich eines regionalen PSSM-Kurses mit einer Train-the-Trainers-Komponente.
Leitung: Dr. Jürgen Brandsch
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis Dezember 2020.
Weitere Details auf der Website.
Im Rahmen dieses Projekts stellt das BICC verschiedene Basisdaten zu Rüstung, Militär, Sicherheit, Menschenrechten und Regierungsführung in 170 Ländern zur Verfügung. Die Informationen sollen eine Einschätzung und Bewertung der deutschen Rüstungsexportpolitik erleichtern und orientieren sich damit an Kriterien des Gemeinsamen Standpunktes der EU zu Rüstungsexporten von 2008. Das BICC erhält seit 2002 Forschungsmittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zum Thema Rüstungsexporte. Das BMZ unterstützt insbesondere die Erstellung und Aktualisierung von Länderportraits ausgewählter Empfängerländer deutscher Rüstungsexporte, den Aufbau und die Aktualisierung einer Datenbank mit Hintergrundinformationen zu Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte sowie die jährliche Berechnung des Globalen Militarisierungsindex (GMI). Der GMI stellt die Ressourcenallokation innerhalb eines Staates objektiv dar und kann so das relative Gewicht und die Bedeutung des Militärapparats eines Staates im Verhältnis zu seiner Gesamtgesellschaft aufzeigen. Der GMI und seine Datenbank sind eines der zentralen Elemente der akademischen Forschung des BICC und werden ständig aktualisiert. Sie basieren auf umfassenden Recherchen zum Forschungsthema Rüstungsexporte und zu Fragen des Nexus Rüstung-Entwicklung. Die Verlängerung des Projekts bis 2017 trägt der Arbeit des BICC zu diesem Forschungsthema Rechnung und ermöglicht es dem BICC, auf verlässliche Formate aufzubauen, diese zu erweitern, die Arbeit an der Datenbank, dem GMI und den Länderportraits auf eine neue wissenschaftliche Grundlage zu stellen, die Datenbank und die Länderberichte regelmäßig zu aktualisieren und gegebenenfalls um neue Informationen und Daten zu ergänzen.
Leitung: Dr. Max Mutschler
Weitere Details auf der Website.
Der Global Militarization Index (GMI) bildet nicht nur den Grad der globalen Militarisierung ab, sondern dokumentiert auch die Entwicklung seit 1990. Der GMI wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Der GMI zeigt auch in diesem Jahr, dass der Nahe Osten die am stärksten militarisierte Region der Welt ist.
Leitung: Dr. Max Mutschler
Weitere Details auf der Website.
Die Website www.ruestungsexport.info bietet Daten und Fakten zur Situation der Empfängerländer deutscher Rüstungsexporte. Sie bietet nicht nur eine Kategorisierung von 170 Ländern nach den Kriterien des EU-Verhaltenskodex, sondern auch 27 detaillierte Länderberichte zu Sicherheit, Rüstung und Entwicklung in den Empfängerländern, die regelmäßig aktualisiert werden. Dieser vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Informationsdienst ermöglicht eine fundierte Einschätzung der Auswirkungen deutscher Rüstungsexporte auf die Sicherheitslage in den Empfängerländern. Er erweitert zudem die verfügbaren Informationen, die in die Diskussionen über deutsche Rüstungsexporte einfließen. Insbesondere in regionalen Kontexten wie Lateinamerika oder Asien und mit Blick auf die aufstrebenden BRIC-Staaten gewinnt dies immer mehr an Bedeutung.
Leitung: Dr. Max Mutschler
Weitere Details auf der Website.
Welche Arten von Kleinwaffen und leichten Waffen gibt es und in welchen Ländern? Wo werden welche Arten von Kleinwaffen produziert? Welches sind die verschiedenen Kategorien von Kleinwaffen und leichten Waffen? Wie lassen sich Kleinwaffen voneinander unterscheiden? Eine englischsprachige Datenbank zu Klein- und Leichtwaffen, die das BICC derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) und mit Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA) aufbaut, soll diese und ähnliche Fragen beantworten.
Leitung: Lars Wirkus
Weitere Details auf der Website.
Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) entwickelt das BICC ein modulares Informationsportal zu Krieg und Frieden für deren Online-Dienst sicherheitspolitik.bpb.de.
Das Portal wird insgesamt neun thematische Module anbieten, die einzelnen Zielgruppen wie der politisch interessierten Öffentlichkeit, Lehrenden und Lernenden, politischen Entscheidungsträgern, Medienvertretern und Wissenschaftlern einen interaktiven Zugang zu den für sie relevanten Informationen über Krieg und Frieden im globalen Vergleich ermöglichen sollen. Das Portal bietet ein breites Spektrum an unterschiedlichen, vor allem interaktiven Präsentationsformen. Kernstück ist eine interaktive Karten- und Tabellensammlung, die auf der Basis von WebGIS (Web-based Geographical Information System) in Kombination mit einer relationalen Datenbank ein breites Spektrum an Daten und Informationen zu einzelnen Ländern und Jahren bietet.
Leitung: Lars Wirkus
Weitere Details auf der Website.
Wer Informationen über die Situation in den Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte sucht, findet sie unter www.ruestungsexport.info. Eine Kategorisierung von mehr als 170 Ländern nach den Kriterien des EU-Verhaltenskodexes wird ebenso geboten wie 36 detaillierte Länderberichte zu Sicherheit, Rüstung und Entwicklung in den Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte (in deutscher Sprache). Dieser vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderte Informationsdienst ermöglicht eine fundierte Einschätzung der Auswirkungen deutscher Rüstungsexporte auf die Sicherheitslage und verbessert die Informationsgrundlage in der Diskussion um deutsche Rüstungsexporte.
Leitung: Dr. Max Mutschler
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Das Netzwerk “Connecting Research on Extremism in North Rhine-Westphalia”, kurz CoRE, wurde 2016 gegründet, um den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in Nordrhein-Westfalen zu Radikalisierung und Extremismus arbeiten, zu fördern. CoRE-NRW stärkt zudem den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. Dabei bündelt das Netzwerk landesweites Fachwissen, um Kernfragen zu identifizieren und Wissenslücken zu schließen. Neben dem aktuellen Fokus auf den gewalttätigen Salafismus untersucht es auch Bezüge zu anderen Erscheinungsformen des Extremismus und bezieht relevante Akteure außerhalb NRWs mit ein. Die Koordinierungsstelle des Netzwerks ist am Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC in Bonn angesiedelt. Im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen führt sie regelmäßig Veranstaltungen und Netzwerktreffen durch. Über relevante Veranstaltungen und Publikationen informiert sie über ihre Website www.core-nrw.de. Die Forschungsergebnisse des Netzwerks, zu denen auch ein jährlicher Forschungsbericht gehört, werden in einer frei zugänglichen CoRE-NRW-Schriftenreihe veröffentlicht.
Leitung: Dr. Marc von Boemcken, Maurice Döring
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Der Aufstieg nichtstaatlicher Gewaltakteure ist ein häufiges Phänomen, sei es in Bürgerkriegen, beim Regimewechsel oder als Nebeneffekt zwischenstaatlicher Kriege. Dies betrifft auch die Maidan-Revolution in der Ukraine 2013/14 und ihre Nachwirkungen. Das Projekt untersucht, wie irreguläre Gewaltakteure im Konflikt in der Ukraine mit den Herausforderungen des kollektiven Handelns umgehen. Es untersucht die Rekrutierung und Organisation nichtstaatlicher Gewaltakteure. Ein Vergleich zwischen und zwischen den Gruppen auf der pro-russischen und pro-ukrainischen Seite soll Gemeinsamkeiten und Unterschiede identifizieren und zeigen, welche Anreize für eine Mitgliedschaft von Kombattanten geteilt werden, welche Ressourcen wichtig sind und wie die Mitglieder die Risiken einer Beteiligung am Konflikt einschätzen. Das Forschungsprojekt ist ein Ergebnis der Ausschreibung “Trilaterale Partnerschaften – Kooperationsprojekt zwischen Forschern aus der Ukraine, Russland und Deutschland” der Volkswagenstiftung. Die Projektteams führen regelmäßig Workshops durch, um Erkenntnisse auszutauschen.
Leitung: apl. Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder
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Dieses Projekt unterstützt den internen Revisionsprozess der Integrierten Standards für Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration (IDDRS) der Vereinten Nationen, die ursprünglich 2006 von der Inter-Agency Working Group (IAWG) der Vereinten Nationen veröffentlicht wurden, und schafft einen Mehrwert für diesen Prozess. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wird dieses Projekt auf vier voneinander abhängigen Säulen aufbauen.
Leitung: Dr. Claudia Breitung
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Die Forschung zur Zwangsmigration hat in den letzten Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit gewonnen. Allerdings sind Forced Migration and Refugee Studies noch nicht institutionell in der deutschen Forschungslandschaft verankert. Aus diesem Grund hat das BICC gemeinsam mit dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück (IMIS), dem Menschenrechtszentrum Erlangen-Nürnberg (CHREN) und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) das Projekt “Forced Migration and Refugee Studies” gestartet: Vernetzung und Wissenstransfer-FFVT” gestartet.
Leitung: PD Dr. Elke Grawert
Weitere Details auf der Website.
TRAFIG führt eine neue Perspektive auf protracted displacement situations (PDS) ein. Sie betrachtet die transnationale und lokale Konnektivität von Vertriebenen und Aufnahmegemeinschaften sowie ihre Mobilitätsfähigkeit als sozioökonomische und sozio-psychologische Ressourcen, die Vertriebene nutzen und von denen ihre Widerstandsfähigkeit abhängt. Das Projekt wird ein Instrument zur raschen Beurteilung entwickeln, um die am stärksten gefährdeten Gruppen in der PDS zu identifizieren und die Interaktionen zwischen Vertriebenen und Aufnahmegemeinschaften zu analysieren. Als evidenzbasiertes Instrument zur Schaffung von Auswirkungen wird es politische Entscheidungsträger und Praktiker dabei unterstützen, die Eigenständigkeit der Vertriebenen sowie die Beziehungen zwischen Vertriebenen und Aufnahmegemeinschaften durch eine maßgeschneiderte Programmierung und Politikentwicklung zu verbessern. Die Forschungspartner aus Österreich, Äthiopien, Deutschland, Griechenland, Italien, Jordanien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Pakistan und dem Vereinigten Königreich werden während des gesamten Lebenszyklus des Projekts eng mit den wichtigsten Akteuren zusammenarbeiten.
Leitung: Dr. Benjamin Etzold
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Ziel des Projekts ist es, Handlungsstrategien zu entwickeln, die die Kompetenzen der Mittler (Sozialarbeiter, Lehrer, Freiwillige usw.) bei der Prävention der islamistischen Radikalisierung von Jugendlichen sowie bei der Deradikalisierung und Reintegration bereits radikalisierter Personen stärken.
Leitung: Dr. Marc von Boemcken
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Seit 2015 sind die Themen “Zwangsvertreibung” und “Flüchtlinge” vorherrschende Diskussionsthemen in der deutschen und europäischen Politik, in den Medien und in den Gesellschaften insgesamt. Diese Diskussionen zeigen den dringenden Bedarf an wissenschaftlicher Expertise für politische Entscheidungsträger in Europa, auf nationaler, aber auch auf lokaler Ebene. Zugleich ist das wissenschaftliche Feld der “Zwangsmigration / Flüchtlingsforschung” in Deutschland durch große Spaltungen und institutionelle Vielfalt gekennzeichnet.
Leitung: Prof. Dr. Conrad Schetter
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Nordrhein-Westfalen (NRW) gehört mit seiner starken Urbanisierung, seiner kulturellen Vielfalt und Offenheit zu den Gebieten in Deutschland und Europa, die Flüchtlinge am meisten anziehen. Seine Gesellschaft ist seit Jahrzehnten durch den anhaltenden Zustrom von (Zwangs-)Migranten geprägt. Flüchtlinge werden eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Wandel von NRW spielen, ein wichtiges Forschungsthema, das das Wissenschaftsministerium NRW in seiner Forschungsstrategie zum Fortschritt in NRW vorgesehen hat. Mit einem Fokus auf das Land NRW befasst sich das Forschungsprojekt mit vier Aspekten der Flüchtlingsflucht: Konfliktlinien zwischen Flüchtlingen im Ausland und ihren Herkunftsländern, Chancen der Konfliktprävention in Flüchtlingslagern, Beispiele für eine langfristige Integration von Flüchtlingen in NRW und die Frage, wie Flüchtlinge in die Friedensprozesse in ihren Heimatländern eingebunden werden können.
Leitung: Dr. Esther Meininghaus
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Die zentralasiatischen Länder Kirgisistan und Tadschikistan sind durch Post-Konflikt-Situationen, autoritäre Regierungsformen, ethnische Spannungen, grobe soziale Ungerechtigkeiten und eine starke Migrationsdynamik gekennzeichnet. Es ist daher kein Wunder, dass “Sicherheit” für die Menschen in diesen Staaten ein beherrschendes Thema ist. Die sozialwissenschaftliche Forschung zu Sicherheitsfragen in Zentralasien befasst sich jedoch fast ausschließlich mit der nationalen und internationalen Bedrohungswahrnehmung in der gesamten Region, d.h. mit der Sicherheit von und für Staaten. Dies ist sogar in der kritischen Politikwissenschaft mit ihrem “Versicherheitlichungs”-Ansatz der Fall. Die Forschung am BICC versucht dagegen, die andere Seite der “Sicherheitsmünze” zu erforschen. Das Projekt untersucht die alltäglichen Praktiken von Menschen, die mit den Sicherheitsherausforderungen umgehen, mit denen sie regelmäßig konfrontiert werden. Die Frage, die unsere Forschung leitet, lautet: Was halten die Menschen für schutzbedürftig? Was halten sie für bedrohlich? Und wie beeinflussen diese Wahrnehmungen ihren Alltag? Das im Sommer 2015 gestartete Projekt trägt den Titel “Formen lokaler Sicherheit in Kirgisistan und Tadschikistan – Die Entstehung von Sicherheitslandschaften” und wird von der Volkswagenstiftung gefördert. Der Ansatz ist interdisziplinär und die Methodik beruht auf intensiver und langfristiger Feldforschung. Das BICC-Team arbeitet eng mit akademischen Partnern vor Ort in Tadschikistan und Kirgisistan zusammen. Ein weiterer besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung des akademischen Nachwuchses in Zentralasien.
Leitung: Dr. Marc von Boemcken
Weitere Details auf der Website.
Autor/ Titel/ etc.
Stiftung Mercator GmbH ist eine eine private und unabhängige Stiftung
Die Stiftung Mercator ist eine private und unabhängige Stiftung, die Handlungsalternativen aufzeigt, um ihre Ziele zu erreichen, und eine Gesellschaft anstrebt, die sich durch Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit auszeichnet. Sie steht für die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und praktischer Projekterfahrung, trägt zur öffentlichen Meinungsbildung bei und kommuniziert ihre Ziele transparent. Ihre Ziele verfolgt sie, indem sie eigene Projekte entwickelt, Partnergesellschaften und Projektpartner*innen fördert und dabei mit Institutionen im In- und Ausland kooperiert. Als eine führende Stiftung in Deutschland mit Sitz im Ruhrgebiet ist die Stiftung Mercator sowohl regional, national als auch international tätig.
Geschäftsführer
Winfried Kneip
Stiftung Mercator GmbH
Huyssenallee 40
45128 Essen
Tel: +49 (0)201/245220
Fax: +49 (0)201/2452244
Mail: info(at)stiftung-mercator.de
Die Umsetzung des von der EU-Kommission vorgelegten Arbeitsprogramms zum EU Green Deal wird weitreichende Auswirkungen auf das deutsche Klimaschutz- und Energierecht haben. Das Projekt soll den politischen Prozess der nächsten Jahre rechtswissenschaftlich begleiten und die Ergebnisse in verständlicher Form an zivilgesellschaftliche sowie wissenschaftliche Akteure anderer Disziplinen und nationale und europäische politische Entscheidungsträger vermitteln.
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis zum 31.12.2025.
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Evaluation der möglichen Auswirkungen und Szenarien für Migration und Integration während und nach der Covid-19-Pandemie.
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis zum 31.01.2021.
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Autor/ Titel/ etc.
Institut der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen
Die Forschung am Institut ist entsprechend der Größe vielfältig und reicht von der Friedens- und Konfliktforschung sowie die Europaforschung über die Steuerungs- und Governanceforschung sowie Politikmanagement bis zur Politischen Theorie.
Prof. Dr. Achim Goerres
Tel: +49 (0)203/3793615
Mail: achim.goerres(at)uni-due.de
Institut für Politikwissenschaft (IfP)
Universität Duisburg-Essen
Lotharstraße 65
47057 Duisburg
Tel: +49 (0)203/3793615
Mail: gdpolitikwissenschaft(at)uni-due.de
Das Gelingen der repräsentativen Demokratie hängt davon ab, dass politische Repräsentant*innen die Präferenzen der Bürger*innenschaft hinreichend vertreten (substantielle Repräsentation) und dass die Bürger*innenschaft diese Vertretung auch als zufriedenstellend wahrnimmt (subjektive Responsivität). Dabei kommt den politischen Parteien als Mittlern zwischen Gesellschaft und politischem System eine herausragende Rolle zu. Mit der Politisierung der Zuwanderung im Zuge der sogenannten „Flüchtlingskrise“ ist deren Vermittlungsleistung und damit erfolgreiche demokratische Repräsentation vor große Herausforderungen gestellt. Die Verarbeitung gesellschaftlicher Konflikte durch die Parteiendemokratie ist scheinbar prekär geworden: Auf der einen Seite sind die Ansichten der Bürger*innen ohne Migrationshintergrund vielfältiger und kontroverser geworden. Auf der anderen Seite verlangt die politische Integration der zugewanderten Menschen danach, dass auch ihre distinkten Positionen und Repräsentationsforderungen von politischen Akteuren, mithin von den Parteien aufgegriffen werden. Im Lichte dieser Herausforderungen der Demokratie untersucht das Forschungsprojekt, inwiefern die Positionen und Themenaufmerksamkeit der Parteien mit Blick auf Integration und Migration die vielfältigen Präferenzen der Bevölkerung abbilden und welche Konsequenzen aus möglichen Repräsentationslücken für die Unterstützung der Demokratie und die Konfiguration des Parteiensystems resultieren.
Leitung: Prof. Dr. Susanne Pickel
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis 2023.
Weitere Details auf der Website.
keine Angaben
Leitung: Prof. Dr. Susanne Pickel
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis 2024.
Weitere Details auf der Website.
Mit der Alternative für Deutschland (AfD) etabliert sich erstmals eine rechtspopulistische Partei im Parteiensystem der Bundesrepublik. Angesichts dieser Zäsur ist die Politikwissenschaft aufgefordert, die Erfolgsbedingungen der AfD zu analysieren und zu verstehen, wie die Partei den demokratischen Wettbewerb verändert. Das Projekt verfolgt drei konkrete Ziele: Erstens untersucht es vergleichend das Verhalten der AfD in allen Landtagen sowie die zugrundeliegenden Präferenzen und Strategien anhand verschiedener Indikatoren. Zweitens analysiert es die Interaktion zwischen der AfD und den etablierten Fraktionen. Drittens wird auf Basis der Literatur zum Parlamentarismus, Populismus und Parteienwettbewerb nach Erklärungen für die Befunde zum Verhalten der AfD und der Interaktionsmuster im Parlament gesucht. Dabei liegt die Konzentration insbesondere auf der Rhetorik, auf der Akzentuierung bzw. dem Framing von Themen, der Positionierung entlang abstrakter ideologischer Dimensionen sowie auf konkreten Sachfragen. Empirisch stützt sich das Projekt auf eine umfassende Auswertung von Reden, der wichtigsten parlamentarischen Initiativformen (z. B. kleine Anfragen) und manifester Verhaltensdaten (z. B. Abstimmungen zu ausgewählten Themen).
Leitung: Prof. Dr. Andreas Blätte; Christoph Leonhardt
Laufzeit: Das Forschungsprojekt läuft bis Dezember 2022.
Weitere Details auf der Website.
Autor/ Titel/ etc.